11. September - 7. Oktober 2009
„Spannungsbögen“ von Sergej M. Shulga
Der mit dem Spiel spielt
Hoch konzentrierte Musiker, ausgelassene Fußballfans, übermütige Fußballer,
traurige Gaukler – Sergej M. Shulga malt nicht einfach Menschen. Er
malt Spieler mit Gesichtern, Händen und Körperhaltungen, aus denen
Hingabe, Angst, Freude, Trauer und Liebe sprechen. Er zeichnet seine
Charaktere so eindringlich, dass sie uns ganz in ihre Welt ziehen.
Und doch behält er eine oft humorvolle Distanz zur Situation, schafft
eine Leichtigkeit, die den Betrachter mit einem Schmunzeln entlässt.

Zur Ausstellung:
Jeder von Shulgas Protagonisten ist in ein Spiel einbezogen, in ein
Schachspiel, eine Gauklernummer, ins Musizieren oder ein Fußballspiel.
Die Spiele sind mit einer Spannung und Momenten der Überraschung erfüllt,
die sowohl die Spieler selbst als auch die Betrachter mitreißen. Das
Zusammenspiel aus innerer Regung, Begabung, einer perfekten Beherrschung
des Instrumentes und einer begeisterten Hingabe an das Schaffen prägt
die Szenen. Und all das teilt Shulga auch mit seinen Figuren. Darum
spielt er auch oft als eine der Figuren mit, wenn auch gern selbstironisch
in einer kleinen Nebenrolle.
Shulga hat nie aufgehört zu spielen – so wie er nie bewusst mit dem Malen begonnen hat „Ich habe schon immer gemalt, soweit ich zurückdenken kann. Ich bin als Künstler zur Welt gekommen.“ Spielen und Malen das ist bei Shulga eins.
